Posted by: Trina | August 11, 2009

Ein Grund, nicht Grün zu wählen

RASSISMUS und SEXISMUS als Wahlkampfs-Gag zur “Auflockerung” einer weißen, männlichen Mehrheit?

Leider scheint die von der Grünen propagierten Gleichberechtigung, Toleranz und Kooperation nur wirklich relevant wenn es sich ausschließlich um die Zielgruppe der weißen Männern handelt, die sich an einer solchen unverhohlenen Sexualisierung der schwarzen Frau öffentlich ergötzen können.

Oder diejenigen, die es gar nicht erst einfällt, daß ein solches Plakat eine Gruppen noch weiter minimalisiert, die es ohnehin wegen oft offener Diskriminierung in der deutschen Gesellschaft bereits schwierig genug hat.

Auch wenn in der amerikanischen Politik eine Entschuldigung für solche rassistischen/sexistischen Entgleisungen häufig nur spät und äußerst halbherzig kommt, gibt es sie. Und – Gottseidank – auch immer häufiger echte Konzequenzen.

Leider ist es bei den “fortschrittlichen” Kaarster Grünen (noch) nicht soweit. Auf ihre Website war nämlich Folgendes zu lesen:

“…Gerade die Grünen stehen für eine Politik, die sich durch Toleranz, Weltoffenheit und Gleichberechtigung auszeichnet. Themen wie Integration und auch Frauenpolitik sind Schwerpunkt Grüner Arbeit. Die Vorwürfe, bei dem Plakatmotiv handele es sich um ein rassistisches oder sexistisches, sind daher nicht haltbar….”

Toleranz, Weltoffenheit und Gleichberechtigung sind nur wirkungsvolle Aspekte der gesellschaftspolitischen Arbeit, wenn sie tatsächlich Einzug im Denken und Handeln nehmen. Die obige Variante der altbekannten “Ich kann kein Rassist sein, weil viele meiner Freunde schwarz sind”-Argumentation ist und bleibt eine schwache Ausrede für eine zeitgenössische Art des Rassismus, das unterhalb der Oberfläche intakt geblieben und aktiv ist.

Ich möchte die lieben Grünen (in Kaarst und anderswo) nachdrücklich das nachdenkliche Studium eines Videos vom US-amerikanischen Anti-Rassisten Tim Wise zum Thema “White Privilege” dringendst empfehlen!
Und – ich hoffe viele wahlberechtigte, nicht-weiße Deutsche (und hoffentlich auch viele Frauen), werden diese kolonisierende Mißachtung der Menschlichkeit der schwarzen Frau in diesem Plakat zum Anlass nehmen, um mit ihren wertvollen Wählerstimmen ein deutliches Zeichen zu setzen.

Nicht nur in Kaarst.

Enttäuscht, aber (leider) nicht wirklich überrascht…


Responses

  1. >Auch wenn in der amerikanischen Politik eine Entschuldigung für solche rassistischen/sexistischen Entgleisungen häufig nur spät und äußerst halbherzig kommt, gibt es sie. Und – Gottseidank – auch immer häufiger echte Konzequenzen.

    ich weiß nicht, ob das so zutrifft, wenn man sich die zB Republikaner so anhört und deren Unterstützer, die oft dank ‘free speech’ Reden schwingen können, die in Deutschland unter Volksverhetzung fallen.
    Präsident Obama erhält die meisten Todesdrohungen als je ein US Präsident zuvor, auch auf Grund von Verhetzung von Seiten einiger Politiker (Palin zB), white supremacist Gruppierungen erhalten Zuwachs und weiße Militias scheinen ziemlich ungestört den Kampf an der Waffe trainieren zu können. Usw.
    Und wenn man verfolgt was nun tw. in den USA abgeht auf Grund der geplanten Gesundheitsreform, da würde ich mir echte Konsequenzen wünschen gegen die rassistische Hetze gegen Präsident Obama und seine Unterstützer.

  2. @jwbe

    Danke für die Wortmeldung.

    Ich denke die Konsequenzen, die immer häufiger gezogen werden (siehe Rücktritt des Politikers aus Kalifornien, der die Mail mit den Wassermelonen vorm White House verschickt hat) setzen ein deutliches Zeichen. Auch die Tatsache, daß – teilweise auch durch Social Media – viel mehr Menschen nicht nur davon erfahren, sondern auch etwas dagegen tun können.

    Trotzdem: Alles, was du obern sagst ist auch wahr, aber im ‘big picture’ ein wenig anders einzuordnen, meine ich.

    Erstens sind die Amerikaner im politischen Wortgefecht anders als die Deutschen. Da schwingt sehr viel mehr feurige (zugegeben auch: gefährliche) Rhetorik mit. Das gehört sozusagen zum Geschäft. Daß die Republikaner und Ihre ‘mouth-pieces’ (siehe: R. Limbaugh) gerade jetzt häufiger die Grenze zur Volksverhetzung deutliche überschritten haben ist auch wahr.

    Der normaler Republikaner (gibt’s die denn überhaupt?!?) fühlt sich tatsächlich vollkommen orientierungslos. Ein schwarzer Präsident? (Wieder) Eine Wirtschaftskrise? Stärkere Involvierung der Regierung? Das sind die Themen von deren Albträume! Komisch – die gleichen Menschen haben aber nur verständlichvoll genickt als GWB (z. B. im Rahmen des “patriot act”) ihre Rechte mit einem stumpfen Buttermesser seziert hat.

    Klar ist für mich, daß diese ‘normalen’ Menschen von Hintermännern instrumentalisiert werden, die sich ein Chaos herbeiwünschen. Denn sie wissen, daß sie davon (weiter) profitieren werden, wenn sie als gerufener ‘Big Brother’ die vermeintliche Aufräumarbeiten ungehindert leisten können.

    Sie werfen Obama Fascismus vor (und schämen sich kein Deut), aber sind kräftig dabei die Voraussetzungen dafür selber herbeizureden.

    So ‘outen’ sich diese Menschen immer mehr und mehr – und mehr und mehr Menschen sehen aus welchem Stoff sie tatsächlich sind.

    Gefährlich daran ist für mich die immer stärker werdende Demarkation in der amerikanischen Bevölkerung. Sie läuft nicht nur zwischen den Rassen, sondern auch (wieder) immer stärker zwischen den Klassen und Kulturen.

    Es wird – befürchte ich – einen großen Knall geben. Davon bin ich überzeugt. Was ich nicht weiß, ist wer – nachdem der Rauch verzogen ist – als ‘Sieger’ hervorgehen wird.

  3. >Trotzdem: Alles, was du obern sagst ist auch wahr, aber im ‘big picture’ ein wenig anders einzuordnen, meine ich.

    Magst Du das ‘big picture’ ein wenig erläutern?
    Ich war einige Male in den USA und bin seit ungefähr 9 Jahren auch im amerikanischen Inet unterwegs. Ich wollte lernen, auch über Antirassismus und in einigem ist Amerika ‘weiter’ als Deutschland, white privilege zB und daß Rassismus nicht nur Rechtsextremismus ist.
    Mein Gefühl ist allerdings, daß vielen weißen Amerikanern das Demokratieverständnis völlig fehlt. (natürlich ist das jetzt nur die absolute Kurzfassung)
    Für mich hat das die Frage geweckt, was können wir hier in Deutschland über Antirassismus lernen, was fehlt im amerikanischen Kontext, was sollte man Weißen alles sagen (ich bin selbst Weiße), damit sie das Gesamtbild, in dem Rassismus entsteht, begreifen können.
    Für mich ist die Wurzel Eurozentrismus, also die gesamte Kultur, und ohne diese zu hinterfragen werden Weiße im groben Ganzen nicht in der Lage sein, Rassismus und dessen “Feinheiten”, so wie das Plakat der Grünen und Reaktionen darauf (Leugnen etc) nicht verstehen. Naja, ich könnte jetzt anfangen sehr viel zu sagen, aber ich lass das mal. Aber ich bin froh diesen Blog gefunden zu haben:-)

  4. @jbwe

    Danke für deine offene und ‘thought provoking Wortmeldungen in den letzten Tagen!

    “Mein Gefühl ist allerdings, daß vielen weißen Amerikanern das Demokratieverständnis völlig fehlt.”

    Ich habe erst gestern im Gespräch gesagt, daß viele Amerikaner mit der Demokratie umgehen wie mit dem guten Porzellan – Es ist hübsch zu haben, aber bloß nicht zu häufig verwenden. Es könne ‘was kaputt gehen!

    Ja, ich bin immer wieder überrascht (nein: entsetzt!) wie sehr man gerade in Amerika angeprangert wird wenn man Gebrauch von seinen demokratischen Freiheiten machen will. Leider ist dieses Thema (und ein wichtiges, das meines Erachtens im gleichen Atemzug mitdiskutiert werden muss: Kapitalismus) zu breit angelegt, um in einem Kommentar würdig zu behandeln.

    “…Für mich ist die Wurzel Eurozentrismus…”

    So sehe ich das auch. Nicht das man seinen Wurzel als Europäer vergessen oder gar verachten soll. Aber Europa als Messlatte…als ‘gold standard’…ist das Problem.

    Das Europäische als Norm zu betrachten und alles und jeden nur in diesem Vergleich zu betrachten etabliert ein System in dem man als Europäer IMMER der Gewinner ist und ‘der Andere’ – per definitio – IMMER der Verlierer der Minderwertiger ist.

    Wie z.T. z.Z. Integration oder Gleichberechtigung praktiziert wird werden Gruppen ‘eingeladen’ am bestehenden – eurozentrischen – System zu partizipieren. Ein Eckchen wird für sie freigemacht (Krümmel) und sie dürfen sich in diesem Plätzchen hineinquetschen und so ein bißchen mitdirigieren. Dankbarkeit und Anpassung – selbstredend – vorausgesetzt!

    “…was sollte man Weißen alles sagen (ich bin selbst Weiße), damit sie das Gesamtbild, in dem Rassismus entsteht, begreifen können…”

    Wenn ich ganz ehrlich bin, weiß ich nicht, ob man das überhaupt kann. Es fängt schon damit an, daß man Weiße gar nicht “treffen” kann. Was kann ein Nicht-Weißer sagen, daß – im Umkehreffekt, sozusagen – den Weißen so treffen würde wie der einfache Begriff “n*gger*?

    Auch der Vorwurf des Rassismus ist mehr eine lästige Mücke als eine richtige Atombombe…
    Denn es ist der Rassismus, der u.A. erst ermöglicht, daß Eurozentrismus sich richtig einbetten kann.

    O/T (aber genau auf dem Punkt): Das Thema Kaarster Plakat scheint gar nicht abebben zu wollen. Nun wird’s ins Lächerliche gezogen: http://tinyurl.com/pq4b4t

  5. >Danke für deine offene und ‘thought provoking Wortmeldungen in den letzten Tagen!

    Danke daß es diesen Blog gibt wo ich meine Gedanken los werden kann:-)

    >Ich habe erst gestern im Gespräch gesagt, daß viele Amerikaner mit der Demokratie umgehen wie mit dem guten Porzellan – Es ist hübsch zu haben, aber bloß nicht zu häufig verwenden. Es könne ‘was kaputt gehen!

    Ja, ich bin immer wieder überrascht (nein: entsetzt!) wie sehr man gerade in Amerika angeprangert wird wenn man Gebrauch von seinen demokratischen Freiheiten machen will. Leider ist dieses Thema (und ein wichtiges, das meines Erachtens im gleichen Atemzug mitdiskutiert werden muss: Kapitalismus) zu breit angelegt, um in einem Kommentar würdig zu behandeln.

    ja, ich stimme zu, auch in Bezug auf Kapitalismus.

    >So sehe ich das auch. Nicht das man seinen Wurzel als Europäer vergessen oder gar verachten soll. Aber Europa als Messlatte…als ‘gold standard’…ist das Problem.

    und das finde ich persönlich zumindest das Problem beim amerikanischen weißen Antirassismus, auch bei Tim Wise. Das was er schreibt ist wichtig und richtig, white privilege etc., aber ich habe das Gefühl, daß die eurozentrische Kultur an sich unberührt bleibt. Tim Wise hat in seinem Blog vor kurzem zB einen Artikel geschrieben zum Vorfall mit Dr. Gates und Weiße aufgefordert, wie sie mit der Polizei ‘umgehen’ können, ohne daß ihnen was passiert, um den Gegensatz von white privilege und den Erfahrungen ‘nicht-Weißer’ darzustellen, er hat dann von sich ein paar Beispiele geschrieben. Racial profiling und Mißbrauch durch die Polizei, Polizeigewalt gegenüber Schwarzen ist natürlich ein sehr großes Problem, ich habe aber das Gefühl, daß weiße Antirassisten in Amerika es scheuen, das ganze große Bild beim Namen zu nennen, Polizeiwillkür gegen alle möglichen Gruppierungen. Das würde den Rassismus der Polizei nicht leugnen, den Weißen aber auch zeigen, daß es unter bestimmten Umständen auch sie treffen kann. Das Bild, oder die Gefahr, daß das Bild entsteht, es betrifft “nur” Schwarze, setzt meines Erachtens die eurozentrische ‘Tradition’ des ‘othering’ fort und das kann man durchaus bei vielen weißen Antirassisten feststellen. Aversive racism, die ‘liberalen Weißen’, die ‘gut’ sein möchten, ihren eigenen Rassismus aber nicht bearbeiten und tw. sehr subtil rassistisch bleiben, weil People of Color immer “die anderen” bleiben.
    Auch, weil Antirassismus für viele Weiße (ob nun in Deutschland oder Amerika) lediglich bedeutet, People of Color ‘hineinzulassen’ in unser Denke, Kultur, Normen, Lebensweise ohne daß wir Weiße diese Denke, Kultur, Normen und Lebensweise an sich in Frage stellen. Es war aber genau dieses, meines Erachtens, das Rassimus entstehen ließ.

    >Das Europäische als Norm zu betrachten und alles und jeden nur in diesem Vergleich zu betrachten etabliert ein System in dem man als Europäer IMMER der Gewinner ist und ‘der Andere’ – per definitio – IMMER der Verlierer der Minderwertiger ist.

    ja, und auch alle europäischen Werte, wie “Fortschritt”, Christentum, Materialismus, Individualismus, ‘Schein ist wichtiger als Sein’. Für mich sind das Themen, über die weiße Antirassisten reden müss(t)en, weil sonst die Wurzel, warum wir Europäer Rassismus erfunden haben, bestehen bleibt und genau das passiert was Du erwähnst mit Integration oder Gleichberechtigung, was im Eurozentrismus letztendlich nur darauf abzielt, ‘europäisch/”weiß” ‘ zu werden und seine eigene Identität zu leugnen.

    >Auch der Vorwurf des Rassismus ist mehr eine lästige Mücke als eine richtige Atombombe…
    Denn es ist der Rassismus, der u.A. erst ermöglicht, daß Eurozentrismus sich richtig einbetten kann.

    O/T (aber genau auf dem Punkt): Das Thema Kaarster Plakat scheint gar nicht abebben zu wollen. Nun wird’s ins Lächerliche gezogen: http://tinyurl.com/pq4b4t

    ja, genau auf den Punkt, ‘weiß’ hat die Definitionsmacht und kann sich lustig machen über die, die verletzt und degradiert werden. Gleichberechtigung wird nicht wirklich verstanden

  6. […] Gute im Schlechten ist, dass dieses Plakat die Debatte um die verschiedenen Formen und vor allem die Vermeidung von Rassismus und Sexismus erneuert hat. In diesem Sinne werden wir uns als GRÜNE […]

  7. @jwbe

    ich bin zur zeit viel unterwegs. wollte dich nur schnell wissen lassen, daß ich deine meinung/fragen sehr schätze und nächste woche dazu einige persönliche eindrücke schreiben werde.

    bis dahin – laß es dir gut gehen!

  8. >bis dahin – laß es dir gut gehen!

    ja danke, werde ich. Bis dann:-)

  9. @ jwbe

    “...ich habe das Gefühl, daß die eurozentrische Kultur an sich unberührt bleibt…”

    leider trifft das für viele traditionellen strukturen zu. nicht nur in europa. deshalb bin ich nicht mehr der meinung, daß es genügt wenn minderheiten/außenstehende in bestehenden strukturen “integriert” werden. waren es nicht just diese strukturen, die eine ursprüngliche ausgrenzung ermöglichten/begünstigten?

    stattdessen müssen meines erachtens alle parteien an die evolution dieser strukturen mitwirken.

    d. h. nicht, daß überlebensstrategien JETZT nicht immer noch notwendig sind. schwarze eltern, z.b., wissen seit jeher, daß sie ihre (insb. männliche) kinder im umgang mit der polizei schulen müssen. es ist überlebenswichtig – jenseits aller polemik. die weiße mütter von biracial kinder werden erst jetzt mit dieser harschen realität konfrontiert; wie auch weiße ehepaare, die nicht-weiße kinder adoptiert haben.

    “...Polizeiwillkür gegen alle möglichen Gruppierungen…”

    aha! der elefant im zimmer. nur wenn ich als ‘normaler’ mensch das gefühl habe, daß ich – so lange ich mich ‘richtig’ verhalte – vor willkür geschützt bin, kann man diesen elefanten ignorieren. wenn’s andere gruppen trifft, liegt die öffentliche beweislast (wenigstens emotional) nicht bei der staatsmacht, sondern beim einzelnen. “where there’s smoke…”, gell?!?!

    durch die frakturierung der gesellschaft – “us vs. them” – kann man erzielen, daß der verdachtsmoment immer zu ungunsten der anderen fällt. statistiken ‘beweisen’, daß bestimmte gruppierungen sowieso eher in verdacht stehen… wenn du zu diesen gruppierungen nicht gehörst und es dich als einzelner mal trifft, war’s lediglich pech, oder?!?!? nicht…

    “…auch alle europäischen Werte, wie “Fortschritt”, Christentum, Materialismus, Individualismus, ‘Schein ist wichtiger als Sein’. Für mich sind das Themen, über die weiße Antirassisten reden müss(t)en, weil sonst die Wurzel, warum wir Europäer Rassismus erfunden haben, bestehen bleibt und genau das passiert was Du erwähnst mit Integration oder Gleichberechtigung, was im Eurozentrismus letztendlich nur darauf abzielt, ‘europäisch/”weiß” ‘ zu werden und seine eigene Identität zu leugnen…”

    mich überrascht immer wieder das mangelnde langzeitgedächtnis der gesellschaft. man braucht lediglich einen historischen blick zurückzuwerfen, um den auf- und untergang anderer kulturen zu studieren. wann war für sie der “tipping point”? wo haben ihre großen (oder großenwahnsinnigen) ideen nicht mehr mit den begebenheiten mit denen sie konfrontieren waren, schrittgehalten?

    und die welt dreht(e) sich weiter.

    “…‘weiß’ hat die Definitionsmacht und kann sich lustig machen über die, die verletzt und degradiert werden. Gleichberechtigung wird nicht wirklich verstanden…”

    kulturen, die früher maßgebend waren, sind – u.a. mangels evolutionsfreundliche flexibilität – verschwunden. ohne gravierende änderungen wird die sog. “hochkulturen” von heute auch nichts anders widerfahren.

  10. >waren es nicht just diese strukturen, die eine ursprüngliche ausgrenzung ermöglichten/begünstigten?

    meine Meinung:-)

    >wenn du zu diesen gruppierungen nicht gehörst und es dich als einzelner mal trifft, war’s lediglich pech, oder?!?!? nicht…

    und ich denke, daß genau dieser ‘Mechanismus’ eben wichtig ist für den sozusagen Erfolg eines rassistischen Systems. Ohne Trennung/Isolierung der weißen Bevölkerung in weitere Gruppierungen wäre es nicht möglich, so ein System aufrechtzuerhalten denke ich und auch das “verhalte Dich richtig” = angepaßt und Mitläufer.

    Was ich ehrlichgesagt derzeit am frustrierendsten finde sind Weiße Antirassisten, der Braune Mob hat dieses Thema auch kürzlich gepostet.
    Was mir auffällt, und die letzte Begebenheit war in einem amerikanischen antirassistischen Blog, daß irgendwie nicht gehalten wird, was ‘gepredigt’ wird. Wenn ich darf, würde ich Dir gerne einen Link schicken per Mail, und ob ich da nun falsch liege oder nicht.

  11. “…daß irgendwie nicht gehalten wird, was ‘gepredigt’ wird…”

    Genau! Man hat sich bereits zur ‘richtigen’ Seite bekennt und steht deshalb nun flächendeckend außer Verdacht und Kritik. Meinen etliche auf jedem Fall. Daß es hier in Deutschland noch extremer ist, sehen wir an dem aktuellen Diskurs (siehe: Kaarster Grünen, aber auch Berliner Ausstellung “Die 3. Welt im 2. Weltkrieg”.

    Das habe ich teilweise aus hier im letzten Absatz thematisiert.

    Gerne kannst du mir den Link hierhin zusenden!


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